Mückenstiche können an heißen Tagen unangenehm sein. Die Stiche von Blutsaugern sind normalerweise für Kinder und Kleinkindern nicht gefährlich. Mit einigen Tipps können Sie Ihrem Kind helfen, die Beschwerden zu lindern.

Wie schütze ich mein Kind

Moskitonetze an Fenstern und Türen halten verschiedenste Insekten fern. Bei Ausflügen zum See oder in den Wald schützt auch lange Kleidung vor Mückenstichen. Bei der Bekämpfung von Mücken, Bremsen oder Zecken helfen sogenannte Repellents (z.B. Insektensprays).

Vermeiden Sie generell hastige Bewegungen, wenn Sie Wespen, Bienen oder Mücken begegnen. Schlagen Sie nicht nach ihnen, denn es macht die Tiere aggressiv. Beobachten Sie das Tier und stellen Sie sicher, dass die Biene oder Wespe nicht auf dem Essen oder Körper des Kindes sitzt. Eine gute Möglichkeit die Tiere von sich fernzuhalten ist, es mit einer Wasser-Sprühflasche in Richtung der Wespen oder Bienen zu sprühen, da dies auf Regen hinweist und diese davonfliegen werden. Vorbeugen können Sie, indem Sie Gläser mit Deckel und Strohhalm oder Wasserkrüge, die zum sicheren Trinken geeignet sind, verwenden. Der natürliche Duft von Citronella, Lavendel, Nelke oder Zitrone hält Wespen, Bienen und Stechmücken fern, weil sie ihn nicht mögen.

Wenn das Insekt schon gestochen hat

Ein Mückenstich ist eine kleine Wunde in der Haut, manchmal kaum wahrnehmbar, manchmal schwerwiegend. Allerdings ist rote und juckende Haut sichtbar. Auch Bremsen- oder Mückenstiche können zu Quaddeln werden. Sanftes Kühlen der betroffenen Haut um den Stich herum hilft, Schwellungen und Juckreiz zu reduzieren. Kühlgele zum Auftragen auf Mückenstiche funktionieren ebenfalls. Dies kann nachts wichtig sein, wenn die Haut sehr juckt und Ihr Kind vom Schlafen abhält. Allerdings ist schnelle Hilfe wichtig, wenn ein Kind von einer Biene gestochen wird: Trösten und beruhigen Sie Ihr Kind. Wenn ein Stachel in der Haut steckt, entfernen Sie ihn mit einer sterilen Pinzette. Achten Sie unbedingt darauf, den Giftsack des Tieres nicht weiter zusammenzudrücken. Hilfreich ist auch ein Kälte- und Eisbeutel oder eine kühlende Salbe.

Wenn Sie in der Natur sind, kann ein sauberer Stein oder feuchte Erde, eingewickelt in ein sauberes Tuch, die geschädigte Haut leicht kühlen und so Schmerzen lindern. Hausmittel wie das Auftragen einer in Scheiben geschnittenen Zwiebel oder eines heißen Teelöffels (ca. 50 Grad Celsius) auf den Biss sind bewährte Behandlungen. Sie können dazu beitragen, die Reaktion des Körpers auf das Insektengift zu reduzieren. Der Stich einer Wespe verursacht große Schmerzen. Die Haut schwillt an und wird rot. Es gibt auch starken Juckreiz im betroffenen Bereich. Erscheint ausgehend von der Einstichstelle eine rote Linie, besteht der Verdacht auf eine lymphatische Infektion. Dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Stich im Gesichtsbereich

Besonders gefährlich sind Stiche von Wespen oder Bienen in Mund- und Rachenbereich. Mund und Rachen können für kurze Zeit anschwellen und eine Obstruktion der Atemwege verursachen. Wenn die Zunge durch den Biss sehr geschwollen ist, kann das Auftragen von Eis oder einem nassen, kalten und sauberen Handtuch helfen.

Wenn Ihr Kind ein Insekt verschluckt, heben Sie den Oberkörper an und legen Sie enge Kleidung bis zur Brust frei. Kühlen Sie die Außenseite mit einem nassen Handtuch oder Eis (Verband). Wickeln Sie kalte Kompressen oder Eis in ein Tuch, um Erfrierungen auf der kalten Haut zu vermeiden. Wenn das Kind bei Bewusstsein ist, kann mit kaltem Wasser in den Mund gespült wird. Bleiben Sie ruhig und beruhigen Sie den minderjährigen Patienten, damit seine Atmung ruhiger wird. Rufen Sie andernfalls den Notarzt.

Hat das Baby oder Kleinkind nach dem Stich akute Atemnot oder Kreislaufbeschwerden, handelt es sich um einen anaphylaktischer Schock. Symptome dafür sind:  

  • starke Schwellung im Bereich von Hals und Gesicht, Schwindel, Erbrechen oder Übelkeit und Atemnot

Hat Ihr Kind einen Insektenstich und braucht ärztliche Hilfe? Unter der Rufnummer 141 oder 147 auch Kindernotfallnummer genannt, erreichen Sie Kinderärzte in Ihrer Nähe, kostenlos und rund um die Uhr. Hat Ihr Kind einen anaphylaktischen Schock, muss es schnell gehen. Das richtige Telefongespräch ist wichtig: was ist passiert? Wo? Wer ist verletzt (Alter des Kindes)?


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